Der
Kerl ist ein Naturereignis!
Als Heino Ferch (37) das Restaurant betritt,
füllt der 1,85-Meter-Mann mit seinem Preisboxerkreuz den ganzen
Raum. Die Gespräche verstummen, die Damen lächeln verzückt,
der Kellner flüstert : "Ist das nicht der Held aus....?" Ja,ist
er. Der Held aus "Marlene" (2000), aus "Straight Shooter"(1999), aus
"Comedian Harmonists"(1997). Jetzt spielt Ferch im zweiteiligen SAT.1_Movie
"Der Tunnel" einen todesmutigen Fluchthelfer: Es ist eine wahre Geschichte
des Berliner Hasso Herschel, der 1962 einen Tunnel in den Ostteil
der Stadt gräbt, um seine Schwester in den Westen zu holen.
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Hasso Herschel hat damals sein Leben riskiert. Wären sie ähnlich
mutig gewesen?
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Für Menschen die mir viel bedeuten, springe ich ohne nachzudencken in
die Bresche. In dem Film geht es aber um eine Extrem-Situation. Keine
Ahnung, ob ich Herschels Mumm gehabt hätte... |
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Sie gelten als "echter Kerl", zeigen das auch in Ihren Rollen. Was gehört
für sie zum Mannsein dazu?
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Verantwortung, Glaubwürdigkeit, so wenig Kompromisse wie möglich einzugehen.
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Trifft das auf Sie zu?
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Na ja, ich versuche es.
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Sind Sie ein Macho?
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In hoffentlich gesundem Maß. Also ein kleiner Macho, der damit
kokketiert, aber es nicht ernst nimmt. Sonst wird's peinlich!
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| Ein
Kerl der auch weinen kann?
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Oh ja. Im Kino bin ich die größte Heulsuse.
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Klingt so, als wären Sie ein Romantiker.
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Ich mag große Gefühle, tragische Situationen. Ich finde es
romantisch, wenn zwei Menschen sehr ehrlich zueinander sind oder aufeinander
aufpassen.
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Demnächst drehen Sie in Hollywood" The Listening Game". Ihre Partner: Milla
Jovovich, Jason Patrick. Schon aufgeregt?
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Nein Stars sind auch nur Menschen, und Hollywood ist ein viel zu strapaziertes
Wort. Ich bin dort wo mir gute Rollen angeboten werden. Momentan ist
das in den USA der Fall.
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Sie werden oft mit Bruce Willis verglichen.
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Peinlicherweise ja.
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Wieso mögen Sie ihn nicht?
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Er ist ein toller Schauspieler, aber ich habe die Vergleiche satt! Außerdem
kenne ich ihn nicht persöhnlich, bin ihm bisher immer aus dem
Weg gegangen. Aber er weiß das es mich gibt. Das hat man ihm
schon gesteckt.
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Seit Ihrer Trennung von der Schauspielerin Suzanne von Borsody werden Ihnen
viele Affären nachgesagt.
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Klar, wenn ich auf einer Party mehr als zwei Sätze mit einer Frau rede,
heißt es gleich "die Neue vom Ferch". Alles absoluter Blödsinn:
Momentan bin ich Single.
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Nervt Sie der Klatsch?
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Ich ziehe daraus meine Konsequenzen: Promi-Events finden ohne mich statt.
Da gibt es genügend Leute, die den Sekt hoch halten, sich vor
die Kammera schmeißen und aus dem Nähkästchen plaudern.
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Finden Sie sich eigentlich sexy?
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Sagen wir mal so: Ich mag mich.
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Dann haben Sie auch keine Probleme beim Dreh von Nackszenen?
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Ich bin nicht verklemmt. Wenn es die Story erfordert, bin ich dabei. Ich
finde es aber schöner Erotik über Hände und Augen darzustellen.
Augen sind sowieso am allerschönsten um etwas zu erzählen.
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Werden Sie oft von Frauen angemacht?
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Kommt schon mal vor.
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Und gerät man da in Versuchung?
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Nein, ich fühle mich geschmeichelt, nehm`s gelassen. Nach dem Motto:"Komm
wir trinken einen aber dabei bleibt`s auch."
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Fühlen Sie sich denn als Star?
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Star- was ist das? Ein toller Zahnarzt ist für mich ein Star - genauso
wie Bill Clinton oder Mutter Theresa. Für mich zählt, dass
jemand 15 Mark ausgibt um mich im Kino zu sehen. Dann weiß ich,
dass ich gute Arbeit geleistet habe.
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Valerie Höhne
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